1945 n. Chr.
Die Potsdamer Konferenz
Die Potsdamer Konferenz fand im Sommer 1945 statt und brachte die Siegermächte USA, Sowjetunion und Großbritannien zusammen. Dort wurden die Grundlinien der Nachkriegsordnung für Deutschland festgelegt. Zentrale Beschlüsse betrafen die Entmilitarisierung, Entnazifizierung, Demokratisierung und Dezentralisierung Deutschlands. Außerdem wurde die Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen bestätigt. Die unterschiedlichen Interessen der Alliierten traten dabei bereits deutlich hervor.
1945 n. Chr. – 1949 n. Chr.
Entnazifizierung
Die Entnazifizierung sollte nationalsozialistische Strukturen aus Staat, Wirtschaft und Gesellschaft entfernen. Verantwortliche wurden aus ihren Ämtern entlassen und in verschiedenen Kategorien eingestuft. Millionen Menschen mussten sich Überprüfungsverfahren unterziehen, um ihre Rolle im NS-System offenzulegen. Die Umsetzung unterschied sich stark zwischen den Besatzungszonen und wurde mit der Zeit weniger konsequent durchgeführt. Ziel war es, einen demokratischen Neuanfang auf der Grundlage politischer Verantwortung zu ermöglichen.
1945 n. Chr. – 1947 n. Chr.
Flucht und Vertreibung
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam es zur Flucht und Vertreibung von rund 12 bis 14 Millionen Deutschen aus Ost- und Südosteuropa. Viele Menschen flohen vor der vorrückenden Roten Armee oder wurden nach Kriegsende zwangsausgesiedelt. Die Flucht verlief oft unter extremen Bedingungen wie Hunger, Kälte und Gewalt. Millionen verloren ihre Heimat, ihr Eigentum und Angehörige. Die Aufnahme der Vertriebenen stellte die Nachkriegsgesellschaften, besonders in Deutschland, vor große soziale und wirtschaftliche Herausforderungen.
1948 n. Chr. – 1949 n. Chr.
Die Berlin-Blockade
Die Berlin-Blockade entstand aus den zunehmenden Spannungen zwischen den Westmächten und der Sowjetunion. Die Sowjetunion sperrte alle Land- und Wasserwege nach West-Berlin, um politischen Druck auszuüben. Die westlichen Alliierten reagierten mit der Luftbrücke und versorgten die Stadt aus der Luft. Millionen Tonnen Lebensmittel und Kohle wurden eingeflogen. Die Blockade verschärfte den Ost-West-Konflikt erheblich und festigte die Teilung Deutschlands.
1948 n. Chr.
Die Währungsreform
Die Währungsreform beendete die Geldentwertung und den Schwarzmarkt in den westlichen Besatzungszonen. Mit der Einführung einer neuen Währung wurde die wirtschaftliche Grundlage für den Wiederaufbau geschaffen. Ersparnisse und Einkommen wurden neu geregelt, was für viele Menschen zunächst Verluste bedeutete. Gleichzeitig füllten sich die Läden wieder mit Waren. Die Reform gilt als wichtiger Wendepunkt für die wirtschaftliche Stabilisierung
1949 n. Chr.
Doppelte Staatsgründung
Die doppelte Staatsgründung führte zur dauerhaften Teilung Deutschlands in zwei Staaten. In den westlichen Besatzungszonen entstand die Bundesrepublik Deutschland als demokratischer Staat. In der sowjetischen Besatzungszone wurde die Deutsche Demokratische Republik gegründet. Beide Staaten entwickelten sich politisch und wirtschaftlich sehr unterschiedlich. Die Teilung wurde zu einem zentralen Merkmal der Nachkriegsordnung in Europa.