284 n. Chr. – 305 n. Chr.
Reformen Diokletians
Kaiser Diokletian führte tiefgreifende Reformen durch, um das Reich nach der Krise des 3. Jahrhunderts zu stabilisieren. Er teilte die Herrschaft auf mehrere Kaiser auf (Tetrarchie), um Verwaltung und Verteidigung zu verbessern. Die Provinzen wurden kleiner und die Bürokratie ausgebaut. Außerdem wurde das Steuersystem neu organisiert. Seine Reformen stärkten kurzfristig die Stabilität des Reiches, machten den Staat aber auch zentralisierter und autoritärer.
313 n. Chr.
Christentum wird erlaubt
Im Jahr 313 verkündeten Konstantin der Große und Licinius das sogenannte Edikt von Mailand. Damit wurde das Christentum im Römischen Reich offiziell erlaubt. Christen konnten ihren Glauben nun frei ausüben. In den folgenden Jahrzehnten gewann das Christentum immer mehr Einfluss. Schließlich wurde es zur dominierenden Religion im Reich.
330 n. Chr.
Gründung Konstantinopels
Kaiser Konstantin der Große gründete 330 eine neue Hauptstadt auf dem Gebiet der alten griechischen Stadt Byzantion. Die neue Stadt erhielt den Namen Konstantinopel. Sie lag strategisch günstig zwischen Europa und Asien. Konstantinopel entwickelte sich schnell zu einem politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum. Später wurde sie Hauptstadt des Oströmischen Reiches.
395 n. Chr.
Teilung des Römischen Reiches
Nach dem Tod von Theodosius I wurde das Reich endgültig unter seinen beiden Söhnen aufgeteilt. Es entstanden das Weströmische Reich und das Oströmische Reich. Beide Teile wurden nun von eigenen Kaisern regiert. Während der Osten relativ stabil blieb, geriet der Westen zunehmend unter Druck. Diese Teilung prägte die weitere europäische Geschichte.
476 n. Chr.
Ende des Weströmischen Reiches
Im Jahr 476 wurde der junge Kaiser Romulus Augustulus von dem germanischen Heerführer Odoaker abgesetzt. Odoaker übernahm die Herrschaft in Italien. Damit endete die weströmische Kaiserherrschaft. Viele Historiker sehen dieses Ereignis als symbolisches Ende der Antike