1939 n. Chr.
Überfall auf Polen
Am 1. September 1939 griff Deutschland Polen ohne Kriegserklärung an und begann damit den Zweiten Weltkrieg.
Als propagandistischer Vorwand diente unter anderem der fingierte Überfall auf den deutschen Radiosender Sender Gleiwitz, der den Polen angelastet wurde.
Der Angriff erfolgte nach dem Prinzip des Blitzkriegs mit massiven Luftangriffen und schnellen Panzerverbänden.
Am 17. September marschierte auch die Sowjetunion von Osten her in Polen ein.
Polen wurde militärisch besiegt und zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion aufgeteilt.
1939 n. Chr. – 1949 n. Chr.
Winterkrieg gegen Finnland
Der Winterkrieg begann am 30. November 1939 mit dem Angriff der Sowjetunion auf Finnland.
Die Sowjetunion wollte ihr Territorium erweitern und Finnland zu Gebietsabtretungen zwingen.
Trotz militärischer Unterlegenheit leistete Finnland erbitterten Widerstand, begünstigt durch Winterbedingungen und gute Ortskenntnis.
Der Krieg forderte hohe Verluste auf sowjetischer Seite und erregte internationale Aufmerksamkeit.
Im März 1940 endete der Winterkrieg mit einem Friedensvertrag, in dem Finnland Gebiete abtreten musste, jedoch seine Unabhängigkeit bewahrte.
1939 n. Chr. – 1945 n. Chr.
U-Boot-Krieg im Atlantik
Der U-Boot-Krieg im Atlantik war ein zentraler Bestandteil der deutschen Seekriegsführung im Zweiten Weltkrieg.
Deutsche U-Boote versuchten, die britischen und später amerikanischen Versorgungsrouten zu unterbrechen.
Durch Versenkung von Handelsschiffen sollte Großbritannien wirtschaftlich geschwächt und isoliert werden.
Anfangs erzielten die U-Boote große Erfolge, insbesondere durch Überraschungsangriffe.
Mit verbesserten alliierten Abwehrmaßnahmen, Radar und Geleitsystemen verloren die U-Boote zunehmend an Wirkung.
1940 n. Chr.
Hitlers Frankreichfeldzug
Im Mai 1940 begann der deutsche Angriff auf Frankreich und die Benelux-Staaten.
Die Wehrmacht umging die französischen Verteidigungsstellungen, insbesondere die Maginot-Linie, durch den Vormarsch über Belgien.
Mit schnellen Panzerverbänden und Luftunterstützung setzte Deutschland erneut auf den Blitzkrieg.
Frankreich wurde innerhalb weniger Wochen militärisch besiegt.
Im Juni 1940 unterzeichnete Frankreich den Waffenstillstand und wurde in einen besetzten und einen formal unabhängigen Teil gespalten.
1940 n. Chr.
Luftschlacht um London
Die Luftschlacht um England begann im Sommer 1940 als deutscher Versuch, die britische Luftüberlegenheit zu brechen.
Die deutsche Luftwaffe griff gezielt Flugplätze, Industrieanlagen und später auch Städte wie London an.
Ziel war es, eine Invasion Großbritanniens vorzubereiten und das Land zur Kapitulation zu zwingen.
Die britische Royal Air Force leistete erfolgreichen Widerstand und konnte die Angriffe abwehren.
Die Niederlage der Luftwaffe markierte Hitlers erste große militärische Niederlage im Zweiten Weltkrieg.
1941 n. Chr.
Das "Unternehmen Barbarossa"
Am 22. Juni 1941 begann das Unternehmen Barbarossa, der deutsche Angriff auf die Sowjetunion.
Der Überfall brach den Hitler-Stalin-Pakt und eröffnete den Krieg an der Ostfront.
Ziel war die rasche militärische Zerschlagung der Sowjetunion sowie die Eroberung von „Lebensraum“.
Der Feldzug war von extremer Gewalt, Massenverbrechen und Vernichtungskrieg geprägt.
Das Scheitern des schnellen Sieges leitete eine entscheidende Wende im Zweiten Weltkrieg ein.
1941 n. Chr. – 1945 n. Chr.
Der Holocaust
Der Holocaust bezeichnet die systematische Ermordung von etwa sechs Millionen europäischen Jüdinnen und Juden durch das nationalsozialistische Regime.
Er wurde ideologisch durch antisemitischen Rassismus begründet und staatlich organisiert.
Millionen Menschen wurden entrechtet, deportiert und in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslagern ermordet.
Die Tötungen erfolgten durch Massenerschießungen, Hunger, Zwangsarbeit und industriellen Mord in Gaskammern.
Der Holocaust gilt als eines der größten Menschheitsverbrechen und prägt bis heute das historische Bewusstsein weltweit.
1941 n. Chr.
Angriff auf Pearl Harbor
Am 7. Dezember 1941 griff Japan überraschend den US-Marinestützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii an.
Ziel des Angriffs war es, die amerikanische Pazifikflotte entscheidend zu schwächen.
Zahlreiche Kriegsschiffe wurden beschädigt oder zerstört, tausende Soldaten kamen ums Leben.
Der Angriff erfolgte ohne formelle Kriegserklärung und schockierte die US-amerikanische Öffentlichkeit.
Infolge dessen traten die Vereinigten Staaten offiziell in den Zweiten Weltkrieg ein.
1942 n. Chr.
Die Wannseekonferenz
Die Wannseekonferenz fand am 20. Januar 1942 in Berlin statt.
Hochrangige Vertreter des NS-Regimes berieten dort über die organisatorische Durchführung der „Endlösung der Judenfrage“.
Ziel war die systematische Deportation und Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden.
Die Konferenz diente weniger der Entscheidung als der Koordination bereits begonnener Vernichtungsmaßnahmen.
Sie steht symbolisch für die bürokratische Planung und Organisation des Holocaust.
1942 n. Chr. – 1943 n. Chr.
Der Kessel von Stalingrad
Der Kessel von Stalingrad bezeichnet die Einkesselung der deutschen 6. Armee während der Schlacht um Stalingrad.
Im Winter 1942/43 gelang es der Roten Armee, die deutschen Truppen vollständig einzuschließen.
Versuche der Versorgung aus der Luft scheiterten an mangelnden Kapazitäten und der sowjetischen Gegenwehr.
Hunderttausende Soldaten litten unter Kälte, Hunger und fehlender Munition.
Die Kapitulation im Februar 1943 stellte eine entscheidende militärische Wende im Zweiten Weltkrieg dar.
1943 n. Chr.
Aufstand im Warschauer Ghetto
Der Aufstand im Warschauer Ghetto begann im April 1943 als bewaffneter Widerstand jüdischer Bewohner gegen die Deportationen.
Er richtete sich gegen die Räumung des Ghettos und die Verschleppung der verbliebenen Menschen in Vernichtungslager.
Die schlecht bewaffneten Kämpfer leisteten der deutschen Besatzungsmacht mehrere Wochen lang Widerstand.
Der Aufstand wurde schließlich brutal niedergeschlagen, das Ghetto systematisch zerstört.
Trotz seines Scheiterns wurde der Aufstand zu einem starken Symbol jüdischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus.
1944 n. Chr.
Landung in der Normandie
Am 6. Juni 1944 landeten alliierte Truppen an der Küste der Normandie in Nordfrankreich.
Die Operation trug den Codenamen Operation Overlord und war die größte amphibische Landung der Geschichte.
Ziel war die Eröffnung einer zweiten Front gegen Deutschland in Westeuropa.
Trotz hoher Verluste gelang es den Alliierten, einen festen Brückenkopf zu errichten.
Die Landung leitete die militärische Befreiung Westeuropas vom nationalsozialistischen Regime ein.
1944 n. Chr.
Attentat "Wolfschanze"
Am 20. Juli 1944 verübten Offiziere des deutschen Widerstands ein Attentat auf Adolf Hitler.
Eine Bombe explodierte im Führerhauptquartier „Wolfsschanze“, verfehlte ihr Ziel jedoch.
Hitler überlebte den Anschlag mit leichten Verletzungen.
Der Umsturzplan der Verschwörer scheiterte noch am selben Tag.
In der Folge ließ das NS-Regime tausende tatsächliche und vermeintliche Gegner verhaften und hinrichten.
1945 n. Chr.
Die Konferenz von Jalta
Die Konferenz von Jalta fand im Februar 1945 auf der Krim statt.
Die Staatschefs der Alliierten – Roosevelt, Churchill und Stalin – berieten über die Neuordnung Europas nach dem Zweiten Weltkrieg.
Zentral war die Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen.
Außerdem wurden Grundzüge für die Entstehung der Vereinten Nationen beschlossen.
Die Konferenz legte wichtige Weichen für die Nachkriegsordnung, trug aber auch zur späteren Teilung Europas bei.
1945 n. Chr.
Hitlers Ende
Ende April 1945 befand sich Adolf Hitler im Führerbunker in Berlin, während die Stadt von der Roten Armee eingeschlossen wurde.
Die militärische Lage war aussichtslos, das Deutsche Reich stand vor der vollständigen Niederlage.
Am 30. April 1945 beging Hitler gemeinsam mit Eva Braun Selbstmord.
Ihre Leichen wurden anschließend verbrannt, um einer öffentlichen Zurschaustellung zu entgehen.
Hitlers Tod markierte das faktische Ende der nationalsozialistischen Führung, wenige Tage vor der Kapitulation Deutschlands.
1945 n. Chr.
Die Befreiung von Bergen-Belsen
Das Konzentrationslager Bergen-Belsen wurde im April 1945 von britischen Truppen befreit.
Die Soldaten fanden zehntausende schwerkranke, ausgehungerte Häftlinge sowie unzählige Tote vor.
Im Lager herrschten katastrophale hygienische Zustände und eine verheerende Typhusepidemie.
Viele Befreite starben trotz medizinischer Hilfe kurz nach der Befreiung.
Die Bilder aus Bergen-Belsen machten der Weltöffentlichkeit das Ausmaß der nationalsozialistischen Verbrechen deutlich.
1945 n. Chr. – 1946 n. Chr.
Die Nürnberger Prozesse
Die Nürnberger Prozesse fanden nach dem Zweiten Weltkrieg in Nürnberg statt.
Vor einem internationalen Militärgericht wurden führende Vertreter des nationalsozialistischen Regimes angeklagt.
Ihnen wurden Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Verbrechen gegen den Frieden zur Last gelegt.
Die Prozesse setzten erstmals internationales Recht gegen staatliche Verbrechen durch.
Sie gelten als wichtiger Meilenstein für das moderne Völkerstrafrecht.
1945 n. Chr.
Atombomben auf Japan
Im August 1945 warfen die USA Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki ab.
Am 6. August wurde Hiroshima zerstört, am 9. August folgte Nagasaki.
Hunderttausende Menschen starben sofort oder an den Folgen von Hitze, Strahlung und Verletzungen.
Die Zerstörung zeigte erstmals die verheerende Wirkung von Atomwaffen.
Kurz darauf kapitulierte Japan, womit der Zweite Weltkrieg endgültig endete.