1911 n. Chr. – 1912 n. Chr.
Xinhai-Revolution
Die Xinhai-Revolution führte zum Sturz der Qing-Dynastie. Damit endete das über 2000 Jahre alte Kaiserreich in China. Revolutionäre Kräfte riefen eine Republik aus. Sun Yat-sen wurde provisorischer Präsident. Die neue Staatsform konnte jedoch zunächst keine stabile Ordnung schaffen.
1916 n. Chr. – 1928 n. Chr.
Warlord-Ära
Nach dem Tod von Yuan Shikai zerfiel China in regionale Machtbereiche. Militärführer kontrollierten jeweils eigene Provinzen. Die Zentralregierung hatte kaum Durchsetzungskraft. Bewaffnete Konflikte zwischen rivalisierenden Gruppen waren häufig. Das Land blieb politisch und wirtschaftlich geschwächt.
1921 n. Chr.
Gründung der Kommunistischen Partei Chinas
1921 wurde in Shanghai die Kommunistische Partei Chinas gegründet. Sie orientierte sich ideologisch am Marxismus-Leninismus. Zu den frühen Mitgliedern gehörte Mao Zedong. Anfangs arbeitete sie zeitweise mit den Nationalisten zusammen. Später entwickelte sie sich zu deren wichtigstem politischen Gegner.
1927 n. Chr. – 1949 n. Chr.
Chinesischer Bürgerkrieg
Der Machtkampf zwischen Nationalisten und Kommunisten eskalierte 1927. Chiang Kai-shek führte die nationalistische Regierung. Beide Seiten kämpften um die Kontrolle über China. Der Konflikt wurde nur durch den Krieg gegen Japan unterbrochen. 1949 endete er mit dem Sieg der Kommunisten.
1934 n. Chr. – 1935 n. Chr.
Der Lange Marsch
Die Kommunisten mussten sich vor nationalistischen Truppen zurückziehen. Über tausende Kilometer zogen sie durch schwer zugängliche Regionen. Viele Kämpfer starben an Hunger, Krankheit oder in Gefechten. Der Marsch stärkte den inneren Zusammenhalt der Bewegung. Er festigte Maos Führungsposition innerhalb der Partei.
1937 n. Chr. – 1945 n. Chr.
Zweiter Japanisch-Chinesischer Krieg
Japan griff China großflächig an und besetzte wichtige Städte. Die Kämpfe verursachten enorme Zerstörungen. Millionen Zivilisten kamen ums Leben. Nationalisten und Kommunisten bildeten zeitweise eine gemeinsame Front gegen Japan. Der Krieg schwächte jedoch besonders die nationalistische Regierung nachhaltig.
1945 n. Chr. – 1949 n. Chr.
Entscheidung im Bürgerkrieg
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs flammte der Bürgerkrieg erneut auf. Die Kommunisten gewannen zunehmend Unterstützung in ländlichen Regionen. Die Nationalisten litten unter Korruption und wirtschaftlichen Problemen. Militärisch gerieten sie immer stärker ins Hintertreffen. 1949 riefen die Kommunisten die Volksrepublik China aus.