1947 n. Chr. – 1991 n. Chr.
Ost-West Konflikt
Der Ost-West-Konflikt bezeichnet die grundlegende politische und ideologische Gegnerschaft zwischen den USA und der Sowjetunion. Beide Seiten versuchten, ihren Einfluss weltweit auszudehnen. Europa wurde in zwei Machtblöcke geteilt. Militärische Bündnisse und wirtschaftliche Systeme standen sich unversöhnlich gegenüber. Der Konflikt bestimmte die internationale Politik über Jahrzehnte.
1949 n. Chr. – 1980 n. Chr.
Atomares Wettrüsten
Beide Supermächte bauten riesige Atomwaffenarsenale auf. Das Gleichgewicht des Schreckens sollte einen direkten Krieg verhindern. Neue Technologien wie Wasserstoffbomben und Interkontinentalraketen verschärften die Bedrohung. Die Angst vor einem nuklearen Krieg prägte das Lebensgefühl vieler Menschen. Abrüstungsverhandlungen begannen erst in späteren Phasen des Konflikts.
1953 n. Chr.
Koreakrieg
Der Koreakrieg war ein Stellvertreterkrieg zwischen Ost und West. Nordkorea wurde von der Sowjetunion und China unterstützt, Südkorea von den USA. Der Krieg forderte Millionen Opfer. Ein direkter Zusammenstoß der Supermächte wurde jedoch vermieden. Die Teilung Koreas besteht bis heute fort.
1958 n. Chr. – 1961 n. Chr.
Berlin-Krise und Mauerbau
Die Berlin-Krise verschärfte die Spannungen um die geteilte Stadt. Viele DDR-Bürger flohen in den Westen. 1961 wurde die Berliner Mauer errichtet. Die Mauer wurde zum Symbol der deutschen und europäischen Teilung. Sie stabilisierte kurzfristig die Lage, vertiefte jedoch die Spaltung.
1962 n. Chr.
Kubakrise
Die Stationierung sowjetischer Raketen auf Kuba führte zur gefährlichsten Phase des Kalten Krieges. Die USA reagierten mit einer Seeblockade. Die Welt stand am Rand eines Atomkriegs. Nach intensiven Verhandlungen zogen beide Seiten ihre Raketen zurück. Die Krise zeigte die extreme Gefahr der Konfrontation.
1968 n. Chr.
Prager Frühling
In der Tschechoslowakei versuchte die Regierung Reformen einzuführen. Ziel war ein „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“. Die Sowjetunion ließ den Reformversuch militärisch beenden. Der Einmarsch zeigte die begrenzte Souveränität der Ostblockstaaten. Reformbewegungen wurden dadurch massiv eingeschränkt.
1970 n. Chr. – 1972 n. Chr.
Willy Brandts Ostvertraäge
Der westdeutsche Kanzler suchte die Annäherung an Osteuropa. Verträge mit Polen und der Sowjetunion erkannten bestehende Grenzen an. Ziel war eine Entspannung im Ost-West-Verhältnis. Die Politik leitete eine Phase der diplomatischen Annäherung ein. Sie verbesserte das Klima zwischen beiden Blöcken.
1979 n. Chr.
NATO-Doppelbeschluss
Die NATO beschloss die Stationierung neuer Mittelstreckenraketen in Europa. Gleichzeitig bot sie Abrüstungsverhandlungen an. Der Beschluss führte zu großen Friedensdemonstrationen. Die Spannungen zwischen Ost und West nahmen erneut zu. Erst später kam es zu Abrüstungsabkommen.
1989 n. Chr. – 1991 n. Chr.
Ende des kalten Krieges
Reformen in der Sowjetunion schwächten die Kontrolle über Osteuropa. Mehrere Staaten lösten sich vom sowjetischen Einfluss. 1989 fiel die Berliner Mauer. 1991 zerfiel die Sowjetunion endgültig. Damit endete die jahrzehntelange Blockkonfrontation.