1962
Als Hamburger Innensenator koordinierte Schmidt nach dem Dammbruch im Februar 1962 die Rettungseinsätze entschlossen und pragmatisch. Indem er unter Ausnutzung aller Spielräume die Bundeswehr und NATO-Partner zur Katastrophenhilfe anforderte, rettete er Tausenden das Leben.
1975
Gemeinsam mit dem französischen Staatspräsidenten Valéry Giscard d’Estaing initiierte Schmidt regelmäßige Treffen der führenden westlichen Industrienationen. Dieser Weltwirtschaftsgipfel legte den Grundstein für das heutige Format der G7/G8-Foren zur internationalen Politik- und Wirtschaftskoordination.
1977
Während der Terrorserie der RAF verweigerte die Bundesregierung unter Schmidts Führung den Erpressungen der Terroristen. Die gewaltsame Entführung der Landshut-Maschine beendete er durch den erfolgreichen Einsatz der Spezialeinheit GSG 9 in Mogadischu, was die Handlungsfähigkeit des Rechtsstaats nachhaltig festigte.
1979
Angesichts der Aufrüstung durch sowjetische Mittelstreckenraketen forderte Schmidt Verhandlungen zur Abrüstung, bestand jedoch parallel auf der Stationierung US-amerikanischer Raketen in Westeuropa. Trotz massiven Widerstands in der eigenen Partei und der Friedensbewegung hielt er an diesem Kurs fest, um das Mächtegleichgewicht zu wahren.
1983
Nach dem Ausscheiden aus der aktiven Politik übernahm Schmidt die Position des Mitherausgebers bei der angesehenen Wochenzeitung. Über drei Jahrzehnte hinweg begleitete er das Weltgeschehen durch Bücher, Essays und Analysen und stieg zu einer parteiübergreifend geschätzten Orientierungsfigur auf.