Die Gutenberg-Revolution und der Medienumbruch
Mit der Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Metalllettern durch Johannes Gutenberg um 1450 änderte sich die Produktion und Verbreitung von Literatur grundlegend. Texte mussten nicht mehr aufwendig von Hand kopiert werden, wodurch Flugschriften, Bücher und Bibeleditionen in hoher Auflage entstanden. Dieser Medienumbruch verbilligte den Zugang zu Wissen drastisch und ermöglichte erst die schnelle Ausbreitung humanistischer Ideen. Humanistische Gelehrte nutzten das neue Medium gezielt zur Veröffentlichung kritischer Abhandlungen und literarischer Werke. Ohne die Gutenberg-Revolution hätte die Renaissance nicht die Dynamik und gesellschaftliche Breite erreicht, die sie auszeichnete.
