Das Erste Surrealistische Manifest und die Anfänge
Im Jahr 1924 veröffentlichte der französische Schriftsteller André Breton in Paris das erste Manifest des Surrealismus und begründete damit offiziell die Bewegung. Er definierte den Surrealismus als einen reinen psychischen Automatismus, durch den man das tatsächliche Denken ohne jede Kontrolle durch die Vernunft zum Ausdruck bringen wollte. In dieser Anfangsphase dominierte vor allem die Literatur, in der die Autoren versuchten, im Zustand des Halbschlafs oder durch automatisches Schreiben Texte zu verfassen. Gleichzeitig begannen bildende Künstler wie Max Ernst und Joan Miró, diese Techniken in die Malerei zu übertragen, indem sie zufällige Strukturen und Texturen als Ausgangspunkt für ihre Bilder nutzten. Die Gruppe etablierte rasch eigene Zeitschriften und Ausstellungsräume, um ihre provokanten Ideen einer zunehmend irritierten Öffentlichkeit zu präsentieren.

