1957
Während des Baues der Berliner Mauer besann sich Brandt auf eine entschlossene Interessenvertretung der Berliner Bevölkerung. Er stärkte den Zusammenhalt der geteilten Stadt und erlangte durch seine besonnene Krisenpolitik international hohes Ansehen.
1969
Als Bundeskanzler leitete Brandt eine grundlegende Neuausrichtung der deutschen Außenpolitik ein. Durch Verträge mit der Sowjetunion, Polen und der DDR trug seine Regierung maßgeblich zur Entspannung der Ost-West-Beziehungen bei.
1970
Am Ehrenmal für die Helden des Ghetto-Aufstandes in Warschau bat Brandt in einer spontanen Geste der Demut um Vergebung für die Verbrechen der Nationalsozialisten. Das Bild ging weltweit durch die Presse und wurde zum Symbol deutscher Versöhnungsbereitschaft.
1971
Für seinen unermüdlichen Einsatz für Versöhnung, Entspannung und Frieden in Europa wurde Brandt mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Die Auszeichnung unterstrich seine herausragende internationale Stellung als Staatsmann.
1980
Als Vorsitzender der Unabhängigen Kommission für Internationale Entwicklungsfragen erarbeitete er den bahnbrechenden Brandt-Report zur Verringerung der Kluft zwischen dem reichen Norden und dem armen Süden der Welt. Damit setzte er früh Maßstäbe für eine globale Entwicklungspolitik.