1924
Nach dem Tod Lenins begann Stalin, seine Macht innerhalb der Kommunistischen Partei auszubauen. Er setzte politische Gegner schrittweise außer Kraft. Durch geschickte Bündnisse und Intrigen sicherte er sich die Parteiführung. Bis 1929 hatte er seine wichtigsten Rivalen verdrängt. Damit wurde er zum unangefochtenen Machthaber der Sowjetunion.
1928
Stalin leitete Fünfjahrespläne zur schnellen Industrialisierung ein. Bauern wurden in staatliche Großbetriebe gezwungen. Widerstand wurde brutal unterdrückt. Die Politik führte zu schweren Hungersnöten, besonders in der Ukraine. Gleichzeitig wuchs die industrielle Produktion stark an.
1936
Stalin ließ vermeintliche Gegner verhaften, verurteilen oder hinrichten. Schauprozesse und Geständnisse unter Zwang prägten diese Zeit. Hunderttausende Menschen wurden in Arbeitslager deportiert. Die Angst vor Verfolgung durchzog die gesamte Gesellschaft. Stalins Macht wurde dadurch weiter gefestigt.
1939
Die Sowjetunion schloss mit Deutschland einen Nichtangriffspakt. Beide Mächte vereinbarten geheime Interessenssphären in Osteuropa. Kurz darauf begann der Zweite Weltkrieg mit dem Angriff auf Polen. Der Pakt verschaffte Stalin Zeit zur militärischen Vorbereitung. 1941 wurde er jedoch durch den deutschen Angriff auf die Sowjetunion gebrochen.
1941
Nach dem deutschen Überfall führte Stalin die Sowjetunion durch den Krieg. Die Rote Armee spielte eine entscheidende Rolle beim Sieg über Deutschland. Besonders die Schlacht von Stalingrad wurde zum Wendepunkt. Die Sowjetunion trug enorme Verluste. Nach 1945 stieg sie zur Weltmacht auf.
1945
Nach dem Krieg baute Stalin seinen Einfluss in Osteuropa aus. Mehrere Staaten wurden zu sozialistischen Satellitenstaaten. Die Spannungen mit den westlichen Alliierten nahmen zu. Europa teilte sich politisch in Ost und West. Diese Entwicklung markierte den Beginn des Kalten Krieges.