1799 n. Chr.
Staatsstreich
Mit dem unblutigen Militärputsch am 9. November 1799 beendete Napoleon Bonaparte das geschwächte und korrupte Direktorialregime in Frankreich. Er ließ sich zum Ersten Konsul einer dreiköpfigen Regierung ernennen und riss effektiv die alleinige Exekutivgewalt an sich. Dieser Machtwechsel beendete offiziell die turbulenten Jahre der Französischen Revolution und schenkte dem Land vorübergehend politische Stabilität. Mit einer rasch ausgearbeiteten Verfassung sicherte sich Napoleon die uneingeschränkte Kontrolle über Gesetzgebung, Verwaltung und Militär. Damit legte er das fundamentale Fundament für seine spätere Alleinherrschaft und den Aufstieg zum Kaiser.
1804 n. Chr.
Einführung des Code civil
Im März 1804 trat das französische Gesetzbuch zum Zivilrecht in Kraft, das später als Code Napoléon Weltruhm erlangte. Es schuf erstmals ein einheitliches, geschriebenes Recht und löste das vorherige verwickelte Durcheinander aus Regional- und Gewohnheitsrechten ab. Wichtige Errungenschaften der Revolution wie die Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz, die Trennung von Kirche und Staat sowie der Schutz des Privateigentums wurden darin rechtlich fixiert. Obwohl Frauen im Familienrecht stark benachteiligt blieben, setzte das Gesetzbuch völlig neue Maßstäbe für zivile Freiheit. Der Code civil wurde in vielen eroberten europäischen Staaten eingeführt und beeinflusste die Rechtssysteme weltweit nachhaltig.
1805 n. Chr.
Die Dreikaiserschlacht bei Austerlitz
Am 2. Dezember 1805 errang Napoleon in Mähren einen seiner glanzvollsten militärischen Siege gegen die vereinigten Truppen Russlands und Österreichs. Durch eine meisterhafte Taktik täuschte er eine Schwäche an den Flanken vor, lockte den Gegner aus der Reserve und durchbrach überraschend das feindliche Zentrum. Die vernichtende Niederlage zwang Kaiser Franz II. von Österreich zum sofortigen Friedensschluss von Preßburg und besiegelte das Ende der Dritten Koalition. Dieser triumphale Erfolg festigte Napoleons militärische Unbesiegbarkeit und führte 1806 zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.
1812 n. Chr.
Der Rußlandfeldzug
Um Zar Alexander I. zur Einhaltung der Kontinentalsperre gegen Großbritannien zu zwingen, marschierte Napoleon im Sommer 1812 mit über 600.000 Mann in Russland ein. Die russische Armee wich jedoch konsequent zurück und wandte die Taktik der verbrannten Erde an, um dem Angreifer jegliche Versorgungsgrundlage zu entziehen. Trotz des Einzugs in das brennende und verlassene Moskau fand Napoleon keinen Verhandlungspartner und musste den Rückzug antreten. Die extremen Bedingungen des russischen Winters, Mangelernährung und ständige Angriffswellen der Kosaken rieben die Grand Armée fast vollständig auf. Dieses Debakel markierte den entscheidenden Wendepunkt und den beginnenden Niedergang des Napoleonsschen Imperiums.
1813 n. Chr.
Die Völkerschlacht bei Leipzig
Vom 16. bis 19. Oktober 1813 trafen bei Leipzig die verbündeten Heere Russlands, Preußens, Österreichs und Schwedens auf die Truppen Napoleons. In der bis dahin größten Feldschlacht der Weltgeschichte kämpften weit über 500.000 Soldaten um die Zukunft Europas. Nach extrem verlustreichen Gefechten musste sich die französische Armee der Übermacht geschlagen geben und den Rückzug hinter den Rhein antreten. Der Sieg der Verbündeten führte zum Zusammenbruch des napoleonischen Herrschaftssystems in Deutschland und leitete Napoleons spätere Abdankung im Jahr 1814 ein.